Der massive Glockenturm steht im Osten der Kirche und beherbergt unten den Chor des Kirchenraumes. Er ist auf quadratischer Grundfläche errichtet und auf Höhe der Glockenstube im Rahmen der Erhöhung 1603/04 achteckig eingezogen worden. Im unteren Teil des Turmes aus dem 14. Jahrhundert sind gotische Fenster erkennbar.
Der Kirchturm von St. Sebastian beherbergt ein heterogenes und unverwechselbares Glockenquartett. Die Nominaltonreihe der Glocken bildet ein Te Deum-Gloria-Motiv. Vor allem die größere der beiden Wolfartglocken überzeugt klanglich. Schön geziert ist Glocke 4. Die Glocke war die kleinste von drei Bachertglocken gewesen, von denen die größeren während der NS-Diktatur zerstört wurden. Sie waren Nachfolgerinnen der Zollerglocken von 1885 geworden. 2025 wurde die Anlage grundlegend saniert. Die Glocken erhielten neue Klöppel.








