Die Pfarrkirche St. Sebastian in Ketsch wurde 1905 nach den Plänen von Johannes Schroth im neoromanischen Stil erbaut. Sie verfügt über ein eindrucksvolles vierstimmiges Geläut. Die große g°-Glocke wurde im Jahr 1964 von Friedrich Wilhelm Schilling zu den drei Stahlglocken des Bochumer Vereins hinzugegossen. Das stattliche Geläut erklingt in der Tonfolge eines Dur-Septakkordes.
Der Glockensachverständige Hans Rolli schreibt in seinem 1965 verfassten Abnahmegutachten:
„Die neue große g°-Glocke erscheint in ihrem Läuteklang bei einem Gewicht von nur 5200 kg außerordentlich kraftvoll, rund und ergiebig. Ihr gesättigter Klang ist samtweich und strömt in majestätischer Ruhe dahin. Das wird besonders deutlich empfunden, wenn man zuvor den Klang der Gußstahlsextglocken – auch der h°, der besten von den dreien – gehört hat: Ansprache und Klangentfaltung sind hier ungleich gelockerter, flüssiger und lebendiger. Erstaunlich ist vor allem, was für ein gewaltiges Volumen die Unteroktave beim Läuten entwickelt.“
Das Geläut von Ketsch stellt erstmalig ein Beispiel für die geglückte Kombination eines qualitätvollen Stahlgeläutes mit einer tontieferen Bronzeglocke dar. Die große g°-Glocke gibt dem Geläute ein tragfestes und klares Fundament für den musikalischen Gesamtaufbau.
Der Turm ist auf allen vier Seiten mit Uhrenzifferblättern belegt. Alle vier Glocken sind in den Uhrenschlag integriert. Hierbei übernehmen die Glocken 2, 3 und 4 den Viertelstundenschlag, die Glocke 1 tätigt den Stundenschlag.
„Die neue große g°-Glocke erscheint in ihrem Läuteklang bei einem Gewicht von nur 5200 kg außerordentlich kraftvoll, rund und ergiebig. Ihr gesättigter Klang ist samtweich und strömt in majestätischer Ruhe dahin. Das wird besonders deutlich empfunden, wenn man zuvor den Klang der Gußstahlsextglocken – auch der h°, der besten von den dreien – gehört hat: Ansprache und Klangentfaltung sind hier ungleich gelockerter, flüssiger und lebendiger. Erstaunlich ist vor allem, was für ein gewaltiges Volumen die Unteroktave beim Läuten entwickelt.“
Das Geläut von Ketsch stellt erstmalig ein Beispiel für die geglückte Kombination eines qualitätvollen Stahlgeläutes mit einer tontieferen Bronzeglocke dar. Die große g°-Glocke gibt dem Geläute ein tragfestes und klares Fundament für den musikalischen Gesamtaufbau.
Der Turm ist auf allen vier Seiten mit Uhrenzifferblättern belegt. Alle vier Glocken sind in den Uhrenschlag integriert. Hierbei übernehmen die Glocken 2, 3 und 4 den Viertelstundenschlag, die Glocke 1 tätigt den Stundenschlag.








