Ende des 13. bzw. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde an der Stelle der heutigen Filialkirche eine Kapelle errichtet. Die heutige Kirche stammt im Wesentlichen aus dem 17. Jahrhundert. Es wird vermutet, dass der Wolfratshausener Maurermeister Georg Hamerl als verantwortlicher Baumeister tätig war. 1609 wurde der Dachstuhl aufgesetzt und am 27. Juni 1610 die Kirche konsekriert. Dabei wechselte das bisherige Hauptpatrozinium des Heiligen Laurentius auf Nantwin über.
Erst im 20. Jahrhundert erfuhr die Bausubstanz dieser Kirche wieder eine große Veränderung. Der Dachreiter in seiner heutigen Form stammt aus dem 20. Jahhundert. In ihm läuten drei Glocken- darunter zwei sehr alte- an geraden Stahljochen, in einem Holzglockenstuhl. Das Terzett bildet die Tonlinie des Gloria.
Die Filialkirche ist ein kostbares Kleinod. Sie besitzt die einzige, fast komplette Altarausstattung der Wolfratshauser Werkstätten aus dem frühen 17. Jahrhundert. So ist sie für Wolfratshausen kunstgeschichtlich von unschätzbarem Wert.








