Die Kirche wurde im Jahr 1130 im romanischen Stil durch das Stift der regulierten Augustiner-Chorherren erbaut. In den folgenden Jahrhunderten erlebte das Gebäude eine wechselvolle Geschichte. Im Jahr 1291 zerstörte ein Brand die Kirche nahezu komplett und musste bis auf die Grundmauern des Turmes abgetragen werden. Ein Neubau folgte. 1528 wurde die Kirche zum Evangelischen Gotteshaus. 1660 sind die Klostergebäude abgebrannt. Während der französischen Besatzung wurde die Kirche verwüstet und als Lazarett genutzt und der weitere Verfall wurde erst im 19. Jahrhundert aufgehalten. Der Preußische König unterstützte die Wiederherstellung der Kirche in den Jahren 1857 bis 1860. 1890 bis 1901 wurde die Kirche schließlich rekonstruiert. Im Zweiten Weltkrieg wurde schließlich der Dachstuhl in Mitleidenschaft gezogen. Von 1960 bis 1973 folgte abermals eine Sanierung.
Der spätgotische Flügelaltar aus dem Jahre 1465 ist eines der wertvollsten Stücke der Kunstgeschichte.
Das Geläut in den beiden Westtürmen besteht aus drei Glocken, die in einer eher ungewöhnlichen Disposition erklingen. Die größte Glocke des Geläutes im Südturm wurde 1602 von Hermann König in Erfurt gegossen. Sie wird von vielen Ornamenten, einschließlich zwei auffallend großen Figuren des Hl. Wenzel und des Hl. Laurentius verziert.
Im Nordturm hängen zwei weitere Glocken. Die größere Glocke ist ein Instrument von Jakob Pappe, der die Glocke 1667 goss. Die kleinste und zugleich auch älteste Glocke des Geläutes, wurde 1489 von Hans Sinderam in Erfurt gegossen.








