Die Stiftskirche Wilten geht auf eine römische Gründung zurück. Im Jahre 878 wurde bei der alten Laurentiuskirche aus dem 5. Jahrhundert das erste Stift gegründet. Im Jahre 1128 hat der Brixner Bischof Reginbert das Stift an die Prämonstratenser übergeben. Diese erbauten eine neue Stiftskirche. Im Jahre 1644 stürzte der Kirchturm auf das Kirchenschiff. Dadurch wurde ein Neubau notwendig. Im Jahre 1665 wurde die neue Kirche eingeweiht. Der Nordturm wurde 1667 vollendet.
Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt die Stiftskirche ein Geläut mit dem Grundton c'. Im Zweiten Weltkrieg wurden wiederum alle Glocken, bis auf das Chorglöcklein im Dachreiter von 1444 eingezogen.
Erst ab dem Jahre 1975 wurde wieder sukzessive ein Geläut für den Stiftsturm angeschafft. Durch die nun geplante as° als Grundglocke konnte der hölzerne Glockenstuhl nicht mehr verwendet werden und es wurde ein Stahlglockenstuhl eingebaut.
Die Weihe der ersten fünf Glocken fand am 17. Oktober 1976 statt. Im Jahre 1980 wurde die größte Glocke im Ton as°, die den Namen Auferstehungsglocke trägt, ergänzt. Auf Grund technischer Probleme wurde im Jahre 2008 wieder ein Holzglockenstuhl eingebaut. Bereits 2002 wurde das Geläut auf insgesamt elf Glocken erweitert. Es bildet heute ein beeindruckendes und mächtiges Geläut.
Im Hinblick auf das Jubiläum 900 Jahre Prämonstratenser- Orden wurde der Aufbau eines Chorgeläuts geplant. Seit 2021 erklingt vom linken Treppemturm im Kreuzgang ein siebenstimmiges Chorgeläut mir der Grundglocke cis''. Gegossen wurde das Chorgeläut von Ecat in Mondovi/ Italien. Neben dem Chorgeläut befindet sich in diesem Glockenstuhl noch eine weitere Glocke, die 2005 von Graßmayr in Innsbruck gegossen wurde. Wegen ihres problematischen Teiltonaufbaus wird diese Glocke nur solistisch verwendet. Diese acht Glocken läuten in einem neuen Holzglockenstuhl an geraden Holzjochen.








