Evangelische Gottesdienste in Laim fanden seit 1913 in einer Notkirche an der Agnes-Bernauer-Straße statt. In den Jahren 1955 bis 1956 wurde dann die Paul-Gerhardt-Kirche errichtet, deren Weihe am 16.09.1956 erfolgte. Konzipiert wurde sie vom Architekten Prof. Johannes Ludwig.
Betritt man den stattlichen und lichten Ziegelbau, fällt der Blick unweigerlich auf das silberne Triumphkreuz an der Altarwand. Die Kirche wird vom freistehenden 35 Meter hohen Campanile überragt.
Im stählernen Glockenstuhl befindet sich ein fünfstimmiges Geläute. Die Glocken 2, 3 und 5 wurden 1956 aus Euphon gegossen. Bei den Glocken 1 und 4 handelt es sich um Bronzeglocken, die 1959 gegossen wurden. Alle Glocken stammen aus der Glockengießerei Czudnochowsky in Erding.
Aufgrund statischer Probleme erhielten sie im Jahre 1992 Holzjoche und 1997 sog. Reversionsklöppel, wobei die Joche der Glocken 1-3 zusätzlich mit Obergewichten versehen wurden. Das Plenum bildet die Tonlinie eines ausgefüllten erweiterten Gloriamotivs.
Die Geläute von Paul-Gerhardt und der benachbarten kath. Pfarrkirche St. Ulrich (gis' h' cis'') sind aufeinander abgestimmt.








