Das in den achtziger Jahren in der Karlsruher Glockengießerei neu gegossene, 7-stimmige Geläut der Pfarr- u. Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in St. Märgen ist auf zwei Türme verteilt.
Nordturm: Die große b°-Glocke der Karlsruher Glockengießerei ist in einem neuen Weißtannenholz-Glockenstuhl, welcher ausschließlich in traditioneller, zimmermannsmäßiger Technik gearbeitet ist, in einem Gefach aufgehängt.
Südturm: In einem Weißtannenholz-Glockenstuhl hängen in zwei Gefachen auf der linken Seite zweigeschossig übereinander die Glocken 2 und 3. Im rechten Gefach sind auf drei Etagen zunächst die Glocke 4, darüber Glocke 5 und in der dritten Etage versetzt hintereinander die kleinen Glocken 6 und 7 aufgehängt. Im Gegensatz zum Holzglockenstuhl auf der Südseite ist dieser Glockenstuhl in ingenieurmäßiger Holzbauweise, d. h. mit nachspannbaren Knotenverbindungen, erstellt.
Der ehemalige Glockensachverständige der Erzdiözese Kurt Kramer schreibt: "Die Klosterkirche Maria Himmelfahrt in St. Märgen verfügt über eines der klangvollsten Großgeläute der letzten Jahre in der deutschen Glockenlandschaft. Die Glocken wurden von dem Bildhauer Werner Jakob liebevoll gestaltet. Besonders hervorzuheben ist das Salve-Regina-Motiv, welches in dieser eindrucksvollen Schönheit nur selten zu hören ist. Darüberhinaus beeindrucken das ernste Geläut der drei großen Glocken, das romantisch klingende Motiv b°–d‘–f‘–a‘ und der Quart-Sext-Akkord c‘–-f‘–a‘."








