Die Idee zum Bau einer Kirche am Spitzingsee für bergbegeisterte Touristen hatte Anfang der 1930er Jahre der Schlierseer Pfarrer. Er konnte den Erzbischof von München und Freising Michael Kardinal von Faulhaber (1869–1952) für die Idee begeistern und nach Grundstückskauf engagierte dieser den jungen Münchner Architekten Friedrich Haindl (1910–2002) für die Bauplanung.
1937 wurde der Grundstein gelegt, und am 23. Oktober 1938 fand die Einweihung statt. Alle Baumaterialien stammten aus der unmittelbaren Umgebung, da der Kirche eine anderweitige Beschaffung durch die Nationalsozialisten verboten worden war. Während des Baus kam es am 5. Juni 1938 bei einem Wolkenbruch zum Einsturz des Turmes.
1942 kam die Kirche dadurch in Gefahr, dass durch den Bau eines Staudamms zur Elektrizitätsgewinnung der Spiegel des Spitzingsees um 17 Meter angehoben werden sollte, was den Ort samt Kirche überflutet hätte. Durch die Kriegssituation wurden diese Pläne zerschlagen, und Kirche und Siedlung blieben erhalten.
Im Turm der Filialkirche läuten drei Glocken (an Holzjochen) in einem Holzglockenstuhl. Das Terzett bildet die Tonlinie des Te Deum.








