Die Kirche von Woltersdorf steht heute etwa eineinhalb Kilometer südöstlich vom Ortskern entfernt. An dieser Stelle war die ursprüngliche Siedlung gegründet worden. Die Feldsteinkirche mit ihrem dicken gedrungenen Glockenturm wurde um das Jahr 1100 auf einer heidnischen Kultstätte errichtet. Die Mönche des Klosters Diesdorf in der Altmark haben das Kirchengebäude gebaut. Aufgrund Ihrer Lage inmitten von Wiesen und Feldern wird sie im Volksmund auch "Feldkirche" genannt. Heute ist um die Kirche herum der Friedhof angelegt. Durch die umliegenden Felder wechselt die Ansicht auf das Kirchlein je nach Jahreszeit. Sehr schön wirkt es beispielsweise, wenn der Besucher die Kirche inmitten blühender Rapsfelder betrachten kann. Auch die umliegenden Wiesen und Bäume geben Kirche einen schönen Rahmen.
Der schlichte Innenraum ist weiß gestrichen. Das Tonnengwölbe und die Bänke sind in blauer Farbe gehalten. Auf dem schlichten Steinaltar findet sich eine kleine schmucklose Predella, ein Kruzifix und Statuen von Maria und dem Apostel Johannes, also eine Kreuzigungsgruppe. Die einfache Kanzel ist an einer der Säulen angebracht, die die Decke halten. Diese schließen mit üppig gezierten Kapitellen ab.
Seitlich der Kirche ist ein Anbau in Fachwerkbauweise mit Ziegelausfachung angefügt, der als Haupteingang zur Kirche dient.
Das Museum "Das Alte Zollhaus" in Hitzacker erstellte zusammen mit einem Bewohner des Weidenhofes der Stiftung Irene in Hitzacker, einer Lebens- und Wohngemeinschaft spezialisiert für erwachsene Menschen mit Autismus, ein Audiokataster der Kirchenglocken im Wendland und darüber hinaus. Diese Audio- Dateien wurden dem Projekt #createsoundscape freundlicherweise zu Verfügung gestellt!








