Die Nikolauskirche in Schnackenburg an der Elbe steht mitten in der Stadt. Möglicherweise wurde der romanische Backsteinbau aus der Zeit um 1220 im Zuge der Gründung des Klosters Arendsee (im Jahr 1184) errichtet. 1284 war Schnackenburg bereits Propsteikirche innerhalb des ehemaligen Bistums Verden. Die Propstei wurde später nach Lüchow verlegt.
Die Kirche hat sage und schreibe vier Stadtbrände in den Jahren 1624, 1635, 1674 und 1768 nahezu unbeschadet überstanden. Die Turmhaube wurde 1750 erneuert. 1777 wurde ein Brauteingang an der Südseite des Kirchenschiffs angefügt.
Der Innenraum ist in dezenten Farben gehalten. Die Wände sind weiß gestrichen, die Decke erstrahlt in einem goldfarbenen Ton und die Bänke sind in blau gestrichen. Diese Farben sind auf die Gestaltung des Altares zurückzuführen. Er ist blau und weiß gehalten, ergänzt mit golden Verzierungen.
Eine dreiseitige Empore prägt das Erscheinungsbild des Kirchenschiffes. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1875. Ein Taufengel aus dem Jahre 1727 wird mittels einer Rollenvorrichtung bei der Tauffeier von der Decke heruntergelassen. Aus der Taufsschale in den Händen dieses Taufengels wird das Wasser für die Taufe geschöpft.
Das Geläut besteht aus sechs Glocken und bildet das glockenreichste Geläut des Wendlandes. Die historischen Glocken zeichnen zusammen mit den Modernen ein wunderbares Bild von der Entwicklung des Glockengusses im Laufe der Jahrhunderte.
Das Museum "Das Alte Zollhaus" in Hitzacker erstellte zusammen mit einem Bewohner des Weidenhofes der Stiftung Irene in Hitzacker, einer Lebens- und Wohngemeinschaft spezialisiert für erwachsene Menschen mit Autismus, ein Audiokataster der Kirchenglocken im Wendland und darüber hinaus. Diese Audio- Dateien wurden dem Projekt #createsoundscape freundlicherweise zu Verfügung gestellt!








