Satemin war einst ein Rundlingsdorf in dem die Kirche in der Mittes des Ortes stand. Nach einem Brand im Jahre 1850 wurde das Dorf fast vollständig zerstört und anschließend wiedererrichtet. Durch den Wiederaufbau des Dorfes verlagerte sich der Standort der Kirche aus der Ortsmitte heraus.
Der schmucke Feldsteinbau wurde im 14. Jarhundert errichtet. 1313 ist eine erste Pfarrstelle urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit muss also schon ein Kirchenbau vorhanden gewesen sein. Eine spätere Erweiterung mit Backsteinmauerwerk nach Westen hin, wurde nötig, weil sich die Zahl der Gläubigen erhöhte. Trotz der Erweiterung dominiert das Feldsteinmauerwerk. Der Turm ist vollständig in Feldsteinmauerwerk gebaut. Am Ostgiebel sind Blendarkaden angebracht, wie sie in der Backsteingotik üblich waren. Die Klangarkaden an der Glockenstube sind spitzbogig gemauert. Die Schallfenster selbst schließen hingegen mit Segmentbögen ab.
Das Innere der Kirche wird geprägt durch den Altar. Eine Statue des Heiligen Sebastian aus dem 15. Jahrhundert hat sich erhalten. Weitere Heiligenfiguren, die allesamt aus einem spätgotischen Flügelaltar des 14. Jahrhunderts stammen, sind: Katharina, Dorothea, Maria, Petrus, Thomas, Simon und Jakobus der Ältere. Der Taufengel, der heute wieder als Taufort genutzt wird, galt lange Zeit als verschollen. Er wurde schließlich im Backhaus gefunden und aufwendig restauriert.
Die Orgel stammt aus dem Jahre 1894 und wurde von Orgelbaumeister Fürtwängeler & Hammer in Hannover gebaut.
Die historische Marienglocke ist wegen Ihres Alters ebenfalls eine besondere Kostbarkeit.
Das Museum "Das Alte Zollhaus" in Hitzacker erstellte zusammen mit einem Bewohner des Weidenhofes der Stiftung Irene in Hitzacker, einer Lebens- und Wohngemeinschaft spezialisiert für erwachsene Menschen mit Autismus, ein Audiokataster der Kirchenglocken im Wendland und darüber hinaus. Diese Audio- Dateien wurden dem Projekt #createsoundscape freundlicherweise zu Verfügung gestellt!








