Die Wallfahrtskirche St. Nikolaus von Myra und St. Elisabeth von Thüringen liegt auf dem Heiligen Berg über der Gemeinde Herrsching am Ammersee. Das Benediktinerkloster hat eine lange Geschichte. Noch heute leben dort Benediktiner. Der Wallfahrtsort ist nach Altötting der Größte in Bayern. Ziel der Wallfahrt sind die Drei Heiligen Hostien. Aber auch Touristen schätzen Kloster Andechs noch immer sehr, denn Lage und Architektur der Klosterkirche sind überaus beeindruckend. Hinzu kommt freilich, dass die klostereigene Brauerei und die gute Küche des Klostergasthofes die Gäste aus aller Welt erfreut.
Die Hallenkirche wurde in der Zeit von 1423 bis 1427 erbaut, stammt also aus gotischer Zeit. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche zunächst barockisiert und von 1751 bis 1755 schließlich im Rokoko- Stil umgestaltet.
Besonders beeindruckend ist der doppelgeschossige Hochaltar, das Chorfresko, das auch als "Andechser Himmel" bekannt ist, die vielen Seitenaltäre und Stuckarbeiten.
Im Turm hängen fünf Glocken, die in der Melodielinie des Salve Regina erklingen. Die größte Glocke ist in Euphon gegossen, die übrigen aus Bronze. Besonders ist die Glocke 3 zu erwähnen, denn sie ist die Älteste der Abteikirche und stammt aus dem Jahre 1669.
In Andechs wird die Tradition des Cluny-Läutens gepflegt, dass hier vorstellt wird.
An der Entwicklung des Glockenwesens waren gerade die Benediktinermönche maßgeblich beteiligt, da es Ihnen ursprünglich als Einzige zustand, Glocken gießen zu dürfen.








