Evang. Kapelle in Zernien-Riebrau


Beschreibung

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Die Evang. Kapelle in Riebrau steht heute als mit Backsteinen ausgefachtes Fachwerkgebäude vor dem Betrachter. Die Geschichte der Kapelle geht aber weit in die Vergangenheit zurück uns sie hat eine sehr bewegte Geschichte. Eine erste Kapelle gab es vor 1541, denn seit 1528 ist der evangelische Gottesdienst am Ort belegt. Vor 1541 wurde die Kapelle abgebrochen und das Dorf aufgehoben. Der Grund dafür war, das die Umgebung zum Jagdrevier der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg umfunktioniert wurde. Die Bewohner wurden zwangsumgesiedelt. Ab 1541 wurde mit dem Kapellenneubau begonnen, der wiederum im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. 1561 wurde die zerstörte Kapelle abgebrochen und in der Folgezeit ein Neubau errichtet. Das Merkwürdige: Eine Kirche und ein Pfarrhaus waren wieder vorhanden, jedoch wurden die Höfe und das Dorf erst 100 Jahre später wieder besiedelt!
Die heutige Kirche enstand in den Jahren 1759 bis 1763. Selbst das Englische Könighaus trug zur Finanzierung der Kapelle bei. König Georg V. kam zum Jagen hierher. Der Amtmann Alexander Heinrich Isenbart, der sich für den Kirchenbau verantwortlich zeichnete, muss dem König davon berichtet haben und somit flossen Spendengelder. Amtmann Isenbart und seine Gattin fanden daher auch ihre Letzte Ruhe vor dem Altar.
Um die Kapelle herum befindet sich ein Friedhof, der heute jedoch nicht mehr belegt wird.
Im Jahr 2000 war die letzte Renovierung. Der blaue Deckenanstrich soll den "offenen Himmel" versinnbildlichen. Das Sternfenster an der Stirnseite der Kirche wurde wieder freigelegt. Altar und Kanzel sind im Barockstil gehalten. Ferner ist in der Kirche eine geschnitzte Kreuzigungsgruppe aus der Bauzeit der heutigen Kirche vorhanden.
Der Turm trägt zwei Glocken, die im Tonabstand einer großen Sekund erklingen.
 
Das Museum "Das Alte Zollhaus" in Hitzacker erstellte zusammen mit einem Bewohner des Weidenhofes der Stiftung Irene in Hitzacker, einer Lebens- und Wohngemeinschaft spezialisiert für erwachsene Menschen mit Autismus, ein Audiokataster der Kirchenglocken im Wendland und darüber hinaus. Diese Audio- Dateien wurden dem Projekt #createsoundscape freundlicherweise zu Verfügung gestellt!

Karte

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24499 Zernien, An der K21, Deutschland


Plenum
h'-Duett (gr. Sekunde)

Übersicht Glocken

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Glocke 1 Glocke 2
Giesser: Glocken- und Kunstgießerei Rincker, Sinn Johann Jakob Radler, Hildesheim
Gussjahr: 1958 1891
Material: Bronze Bronze
Ø MM: 790 650
Gewicht KG: 270 150
Nominal: h' cis''
Glockeninschriften
und Glockenzier:


Glocke 1

h'
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Giesser:
Glocken- und Kunstgießerei Rincker, Sinn
Gussjahr:
1958
Material:
Bronze
Ø MM:
790
Gewicht KG:
270
Nominal:
h'
Glockeninschriften
und Glockenzier:

Glocke 2

cis''
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Giesser:
Johann Jakob Radler, Hildesheim
Gussjahr:
1891
Material:
Bronze
Ø MM:
650
Gewicht KG:
150
Nominal:
cis''
Glockeninschriften
und Glockenzier:

Plenum

h'-Duett (gr. Sekunde)
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Nominal:
h'-Duett (gr. Sekunde)



Bilder

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Bildergalerie - Urheber: Museum Das Alte Zollhaus, Hitzacker
Bildergalerie - Urheber: Museum Das Alte Zollhaus, Hitzacker
Bildergalerie - Urheber: Museum Das Alte Zollhaus, Hitzacker
Bildergalerie - Urheber: Museum Das Alte Zollhaus, Hitzacker
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Videos

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