Inmitten der grünen Landschaft des Wendlandes steht die Hohe Kirche von Lemgow. Es handelte sich ursprünglich um einen nahezu exakt geosteten Saalbau aus dem 13. Jahrhundert, der überwiegend aus Feldsteinmauerwerk errichtet wurde. Der Backsteinturm wurde um 1450 errichtet. Die Bauweise des gotischen Turmes ähnelt derer der Kirchen in der Altmark. Das Glockengeschoss verfügt über gekuppelte Schallfenster und Blendarkaden.
Im 18. Jahrhundert war die Kirche stark baufällig und wurde in den Jahren 1770/1771 durch das heutige, barocke Kirchenschiff ersetzt. Die Sockel sind aus Backsteinmauerwerk, der Chorraum überwiegend aus Feldsteinmauerwerk.
Im Innern prägt der barocke Kanzelalter den Raum. Längsseitig wird das Kirchenschiff durch die zweigeschossigen Emporen geprägt. Das Licht der unteren Emporen fällt durch die unteren Segmentbogenfenster in den Raum. Die oberen Emporen bekommen Licht über die Mansardenfenster im Dachbereich.
Der Turm trägt ein dreistimmiges Geläut, das im Gloria-Motiv erklingt.
Das Museum "Das Alte Zollhaus" in Hitzacker erstellte zusammen mit einem Bewohner des Weidenhofes der Stiftung Irene in Hitzacker, einer Lebens- und Wohngemeinschaft spezialisiert für erwachsene Menschen mit Autismus, ein Audiokataster der Kirchenglocken im Wendland und darüber hinaus. Diese Audio- Dateien wurden dem Projekt #createsoundscape freundlicherweise zu Verfügung gestellt!








