Eine Kirche in Küsten wird erstmals im Jahre 1375 erwähnt. 1528 wurde die Reformation eingeführt und 1534 ist der erste evangelische Pastor belegt.
Die heutige Kirche wurde 1865 errichtet und ersetzte eine baufällig gewordene Feldsteinkirche. Kein Geringerer als König Georg V. von Hannover finanzierte den Kirchenbau.
Es handelt sich um eine neugotische Backsteinkirche mit halbrunder Apsis. Durch mehrere Veränderungen im Laufe der Jahre ist von der neugotischen Ausstattung jedoch kaum mehr etwas erhalten. Der Raum ist weiß gestrichen und auch die Turmuhr ist lediglich auf das Mauerwerk gemalt. Die heutige Austattung der Kirche stammt vom Künstler Jürgen Goertz, der selbst aus Küsten stammt. Die Prinzipalstücke sind allesamt aus Metall geschaffen. So besteht der Altar aus Bronze, Kanzel und Taufstein sind aus Aluminium gefertigt. Auf dem Altar steht ein Regenbogenfarbenes Kreuz in Eisenguss, dass das Zeichen des ersten Bundes Gottes mit den Menschen nach der Sintflut vesinnbildlichen möchte, ein umgedrehter Bronzekelch als Kerzenleuchter, sowie ein bronzes Brot in einem Korb, dass in 12 Scheiben (vgl. Zahl der Apostel!) geschnitten ist. Auf der Vorderseite des Altares befindet sich ein Christuskopf, der sich in einer vergoldeten Scheibe an der Decke über dem Altar wiederspiegelt. Weitere Ausstattungsstücke des Künstlers sind die dreiteiligen Reliefzyklen von Jürgen Goertz an den beiden Seitenwänden des Kirchenschiffes, die den Titel "Auf dem Wege zu Gott" tragen. Dazu im Folgenden einige Erläuterungen (vgl. Wikipedia- Artikel), der die interessanten Darstellungen näher bringen soll:
Der Reliefzyklus „Auf dem Wege zu Gott“ teilt sich in die drei Themen „Anfang des Lebens“, „Mitte des Lebens“ und „Ende des Lebens“. Das Kind in „Anfang des Lebens“ stellt Eva, die Tochter des Künstlers, dar. Mit dem umschlungenen Paar in der „Mitte des Lebens“ hat sich Jürgen Goertz mit seiner Frau Christa selbst dargestellt. Die im Sterbebett liegende Frau am „Ende des Lebens“ ist seine Mutter.
Die eigens für die Kirche geschaffene auf der rechten Seite befindliche Reihe „Vertreibung aus dem Paradies“ besteht aus den drei Reliefs "Sündenfall", "Ausrottung" und "Apokalypse".
Die von aussen eher schlicht erscheinende Kirche birgt also eine Reihe von künstlerischen Rafinessen in ihrem Innern.
Der Turm trägt eine Glocke.
Das Museum "Das Alte Zollhaus" in Hitzacker erstellte zusammen mit einem Bewohner des Weidenhofes der Stiftung Irene in Hitzacker, einer Lebens- und Wohngemeinschaft spezialisiert für erwachsene Menschen mit Autismus, ein Audiokataster der Kirchenglocken im Wendland und darüber hinaus. Diese Audio- Dateien wurden dem Projekt #createsoundscape freundlicherweise zu Verfügung gestellt!








