Die Christuskirche wurde 1895 im neugotischen Stil vom Architekten Emil Busse aus Hitzacker errichtet, der nur dieses eine Gotteshaus baute. Umgangssprachlich wird die Christuskirche als "kleine Kathedrale des Wendlandes" bezeichnet. Der Bau der Kirche brachte einige Verpflichtungen für die damaligen Bürger mit sich. So wurden sie vom Königlichen Konsistorium in Hannover per Steuererlass zu regelmäßigen Spenden, sowie zur Mithilfe beim Bau verpflichtet. Bei Verweigerung wurde den Bürgern eine Geldstrafe auferlegt.
Zur Zeit des Kirchenbaus war die Kirchengemeinde von Krummasel wesentlich größer als heute, weil der Ort auch mehr Einwohner hatte. Deshalb mag für manchen die Kirche heutzutage etwas überdimensioniert wirken.
Im Jahre 1953 wurde die Kirche renoviert und dabei sämtliche Wandmalereien übertüncht, sowie eine elektrische Beleuchtung installiert. 1969 bis 1973 wurde nach einem Schwellbrand eine weitere Renovierungsphase notwendig. Dabei wurden die Koksöfen durch moderne Heizungen ersetzt, alle Wände erneut gestrichen und die Orgel generalüberholt.
Die Vorgängerkirche aus dem 12. Jahrhundert war ein für das Wendland typischer Feldsteinbau, die wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Der Alte Turm wurde erhalten und das neue Kirchengebäude an ihn angebaut. Der Turm trägt zwei Glocken.
Das Museum "Das Alte Zollhaus" in Hitzacker erstellte zusammen mit einem Bewohner des Weidenhofes der Stiftung Irene in Hitzacker, einer Lebens- und Wohngemeinschaft spezialisiert für erwachsene Menschen mit Autismus, ein Audiokataster der Kirchenglocken im Wendland und darüber hinaus. Diese Audio- Dateien wurden dem Projekt #createsoundscape freundlicherweise zu Verfügung gestellt!








