Der Ort Kolborn war immer schon Stammgut der Familie von Knesebeck. Die Ersterwähnung ist aus dem Jahr 1366, als die Familie eine Wasserburg errichtete. Das heutige Gutshaus ist ein zweigeschossiges Fachwerkhaus aus dem Jahre 1529.
Die Marienkapelle in Kolborn wurde von der Familie von Knesebeck gestiftet. Es ist ein weiß gestrichener rechteckiger Saalbau aus Holzfachwerk mit Backsteinausfachung aus dem Jahre 1616. Das Satteldach ragt westseitig über das Gebäude hinaus und war früher der Platz für die Kapellenglocke. Die Glocke hängt heute in einem Holzglockenstuhl, der ebenerdig neben der Kapelle steht. Die Glocke selbst wird noch von Hand geläutet.
Im Innenraum prägt der geschnitzte Altar aus der Mitte des 15. Jahrhunderts mit einem Marienbild, sowie vier Heilige auf den beiden Flügeln. Weitere Ausstattungsstücke sind die Statue einer "Anna selbdritt" aus dem 15. Jahrhundert (= Mutter Anna mit Tochter Maria und dem Enkel Jesus!), die Kanzel aus dem 16. Jahrhundert, ein Taufstein aus dem 17. Jahrhundert, sowie die Patronatsloge aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert. Ferner findet man in der Kirche den Grabstein der Bauherrin Sophie Grote sowie von Verstorbenen der Familie von Knesebeck.
Das Museum "Das Alte Zollhaus" in Hitzacker erstellte zusammen mit einem Bewohner des Weidenhofes der Stiftung Irene in Hitzacker, einer Lebens- und Wohngemeinschaft spezialisiert für erwachsene Menschen mit Autismus, ein Audiokataster der Kirchenglocken im Wendland und darüber hinaus. Diese Audio- Dateien wurden dem Projekt #createsoundscape freundlicherweise zu Verfügung gestellt!








