Das Dorf Jeetzel ist benannt nach dem Hauptfluss des Wendlands und ist vermutlich das älteste Dorf im gesamten Wendland. Doch darüber sind sich die Forscher noch nicht ganz einig. Die Kapelle wird von den Menschen dieser Gegend als "Perle des Wendlandes" bezeichnet. In der Tat ist die Kirche auch aus architektonischer Sicht etwas Besonderes, denn sie besteht aus drei Bauteilen unterschiedlicher Epochen und Bauweisen. Der Chorraum ist aus Ziegelmauerwerk gefügt, das Langhaus wiederum ist ein mit Ziegeln ausgemauerter Fachwerkbau und der Turm wurde aus von Hand gesägten Eichenbrettern errichtet.
Im Inneren wird der Raum geprägt durch die Holzdecke, sowie den Emporen auf der Nord- und Westseite. Der Altartisch ist aus Ziegeln gemauert und verfügt über einen bäuerlichen Altaraufsatz des 18. Jahrhunderts, der die Kreuzigung und den Auferstandenen zeigt. In der Predell findet sich ein Abendmahlsbild. Die Kanzel steht auf einer aus Ziegeln gemauerten Konsole und stammt aus der Zeit um das Jahr 2000. Ansonsten zeugen Jahreszahlen am Altar, sowie auf Grabplatten von der langen Geschichte der Kirche.
Der hölzerne Turm trägt eine historische Glocke aus der Zeit um 1300, die noch heute von Hand geläutet wird.
Das Museum "Das Alte Zollhaus" in Hitzacker erstellte zusammen mit einem Bewohner des Weidenhofes der Stiftung Irene in Hitzacker, einer Lebens- und Wohngemeinschaft spezialisiert für erwachsene Menschen mit Autismus, ein Audiokataster der Kirchenglocken im Wendland und darüber hinaus. Diese Audio- Dateien wurden dem Projekt #createsoundscape freundlicherweise zu Verfügung gestellt!








