Hitzacker wurde erstmals im Jahr 1258 urkundlich erwähnt. Zur Zeit der Ersterwähnung war die Kirche vermutlich schon 100 Jahre alt! Da es eine von Missionaren errichtete Kirche war, trug sie von Anfang an das damals sehr gebräuchliche Patronzinium Johannes des Täufers. Im Jahr 1658 verwüsste ein großer Brand weite Teile des Dorfes und die Kirche selbst.
1678 wurde die neuerrichtet Kirche fertig gestellt. Im Napoleonischen Krieg wurde die Kirche teilweise als Festung beschlagnahmt.
Der Kanzelaltar stammt aus dem Jahre 1824. Besonders erwähnenswert sind die Bleiglasfenster in der Kirche, die in der Zeit von 1917 bis 1928 geschaffen wurden. Sie bilden Gemälde historischer Meister wie Michelangelo und Raffael ab, die allerdings in den nazarenischen Still übertragen wurden. Unter vielen Motiven sei das des berühmten Isenheimer Altares besonders erwähnt, welches die Auferstehung Jesu in wunderbarer Weise zeigt. Alle Glasfenster sind noch im Original erhalten. Der Bezug zu den jeweiligen Originalgemälden wird in den meisten Fenstern am unteren Bildrand schriftlich erwähnt.
Am Turmhelm befindet sich noch eine Uhschlagglocke im Ton g'', zu der an dieser Stelle keine Tonaufnahmen vorhanden sind. Die Glocke stammt aus dem Jahre 1646.
Das Museum "Das Alte Zollhaus" in Hitzacker erstellte zusammen mit einem Bewohner des Weidenhofes der Stiftung Irene in Hitzacker, einer Lebens- und Wohngemeinschaft spezialisiert für erwachsene Menschen mit Autismus, ein Audiokataster der Kirchenglocken im Wendland und darüber hinaus. Diese Audio- Dateien wurden dem Projekt #createsoundscape freundlicherweise zu Verfügung gestellt!








