Die Georgskirche in Gartow wird erstmals im Jahre 1321 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1721 wurde die Kirche durch einen Brand zerstört. Auf Betreiben des Grafen von Bernstorff wurde die Kirche 1723 bis 1734 als barocke Saalkirche wieder errichtet. Neben Ihrer Funktion als Gemeindekirche sollte sie auch Schlosskirche der gräflichen Familie sein. Der dreischiffige Backsteinbau verfügt über zweiteilige Fensterreihen, die viel Licht in das Kircheninnere hineinscheinen lassen. Oben sind es Rundbogenfenster und darunter Segmentbogenfenster. Im Innern ist die Kirche weiß gestrichen. Lediglich die Decke ist in einem gelb-ockerfarbenen Ton gestrichen. Umlaufende Emporen, doppelstöckige Patronatslogen und üppige Kronleuchter prägen den Kirchenraum. Der Kanzelaltar und der Taufstein stammen aus der Bauzeit der Kirche.
Der Fassadenturm mit offner Laterne ist teilweise holzverkleidet und verfügt über eine Uhrschlagglocke und ein Zifferblatt. Die Uhrschlagglocke erklingt im Ton as', hat einen Durchmesser von 890mm und ein Gewicht von 400kg. Sie wurde 1769 von Chrisoph Hautsch gegossen. Eine Tonaufnahme dieser Glocke ist an dieser Stelle nicht vorhanden. Der eigentliche Glockenturm der Kirche steht etwas abseits und ist nicht halb so hoch wie das Kirchenschiff. Der Fachwerkturm mit Ziegelausfachung trägt die beiden Läuteglocken.
Eine Besonderheit ist die historische Orgel. 1740 wurde sie von Matthäus Hagelstein aus Lünburg errichtet. 1955 wurde sie vom Orgelbauer Paul Ott aus Bovenden erneuert und 1991 von den Gebrüdern Hildebrandt in Altawarmbüchen restauriert. Die Orgel hat 28 Register.
Das Museum "Das Alte Zollhaus" in Hitzacker erstellte zusammen mit einem Bewohner des Weidenhofes der Stiftung Irene in Hitzacker, einer Lebens- und Wohngemeinschaft spezialisiert für erwachsene Menschen mit Autismus, ein Audiokataster der Kirchenglocken im Wendland und darüber hinaus. Diese Audio- Dateien wurden dem Projekt #createsoundscape freundlicherweise zu Verfügung gestellt!








