Die Kirche in Scheuder stellt sich als denkmalgeschützte Feldsteinkirche aus der Zeit der Romanik dar. Die große Glocke goss Gustav Adolph Jauck in Leipzig im Jahr 1853, die beiden kleineren stammen aus dem VEB Apoldaer Glockengießerei (Peter und Margarete Schilling) aus dem Jahr 1975 und sind Stiftungen des Pfarrers Weißenborn. Die schwungvoll eingestellte Anlage samt gut dimensionierten Klöppeln und denkmalgeschütztem Stahlglockenstuhl ist in jeglicher Hinsicht ein Hingucker in der Region. Auch die hallige Turmstube veredelt das Geläut nahezu ideal.
Eine Anekdote zum Namen der Sühneglocke: Christian Stein war seit 1846 Pfarrer in Scheuder und nach der Märzrevolution auch liberaler Landtagsabgeordneter. Um seine Pfarrersstelle nicht zu verlieren, widerrief er daher gegenüber der Pastoralgesellschaft seine Positionen und richtete am 19. Februar 1852 ein Gnadengesuch an den Herzog. Als Zeichen sichtbarer Reue stiftete er eine Glocke für die Kirche, die heute noch vorhandene Sühneglocke.








