Evang. Johanneskirche in Dannenberg an der Elbe


Beschreibung

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Der Ort Dannenberg ist seit dem 9. Jahrhundert besiedelt und war seit dem 11. Jahrhundert ein Zentrum slawischer (wendischer) Bürger mit einem eigenen Adelssitz. Im 12. Jahrhundert stand Dannenberg unter welfischer Herrschaft.
Die Stadt selbst ist im Jahre 1293 erstmals urkundlich erwähnt.
Eine erste Kirche gab es in der Herrschaftszeit der Welfen. Deren Kirche stammte aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, was 1960 im Rahmen von archäologischen Untersuchungen nachgewiesen werden konnte. 
Die heutige Kirche wurde Mitte des 14. Jahrhunderts auf den Fundamenten der Vorgängerkirche erbaut, ist aber wegen des schlechten Baugrundes mehrfach eingestürzt. Der Turm brannte im Jahr 1375/1376 nieder und konnte danach erst im Jahr 1468 wiedererrichtet werden. Doch nach dem  Aufzug einer Glocke stürzte er erneut ein und wurde dann westlich des Mittelschiffes errichtet.
Im Inneren findet sich ein gotischer Dreiflügelaltar mit einer Darstellung der Passion Christi, sowie der Darstellung der 12 Propheten des Alten Testamentes in der Predella. Der Altartisch wurde 1965 hinzugefügt. Im linke Seitenschiff, in der Taufkapelle, befindet sich ein gemalter Flügelaltar, der aus der abgegrochenen Georgkapelle in Dannenberg stammt. Er stellt die Auferstehung dar. Ausstattungsstücke neueren Datums sind die Kanzel und der Taufstein von 1965, der Osterleuchter von 1988 und ein Weltkugel-Leuchter für Opferlichter von 1991.
Eine Figur des heiligen Johannes des Täufers und ein Weihnachtsgemälde befinden ebenfalls in der Kirche.
 
Im Turm erklingen vier historische Glocken aus unterschiedlichen Epochen und bilden ein eigenständiges Motiv.
Ferner sind zwei Uhrschlagglocken am Turmhelm angebracht. Sie erklingen in den Tönen e'' (Durchmesser 600mm; 120kg) und g'' (Durchmesser450mm; 50kg). Beide stammen aus dem Jahr 1900. Zu diesen Glocken sind keine weiteren Informationen und keine Tonaufnahmen verfügbar.
 
Das Museum "Das Alte Zollhaus" in Hitzacker erstellte zusammen mit einem Bewohner des Weidenhofes der Stiftung Irene in Hitzacker, einer Lebens- und Wohngemeinschaft spezialisiert für erwachsene Menschen mit Autismus, ein Audiokataster der Kirchenglocken im Wendland und darüber hinaus. Diese Audio- Dateien wurden dem Projekt #createsoundscape freundlicherweise zu Verfügung gestellt!

Karte

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29451 Dannenberg an der Elbe, An der Kirche 1, Deutschland


Plenum
c'-Quartett (eigenständiges Motiv)

Übersicht Glocken

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Glocke 1 Glocke 2 Glocke 3 Glocke 4
Giesser: Hans Nuesel, Hamburg unbekannter Gießer Jan van Gheyn, Melchen/ BELGIEN unbekannter Gießer
Gussjahr: 1624 1391 1539 um 1300
Material: Bronze Bronze Bronze Bronze
Ø MM: 1554 1391 771 0
Gewicht KG: 2100 1650 260 0
Nominal: c' e' c'' h''
Glockeninschriften
und Glockenzier:


Glocke 1

c'
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Giesser:
Hans Nuesel, Hamburg
Gussjahr:
1624
Material:
Bronze
Ø MM:
1554
Gewicht KG:
2100
Nominal:
c'
Glockeninschriften
und Glockenzier:

Glocke 2

e'
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Giesser:
unbekannter Gießer
Gussjahr:
1391
Material:
Bronze
Ø MM:
1391
Gewicht KG:
1650
Nominal:
e'
Glockeninschriften
und Glockenzier:

Glocke 3

c''
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Giesser:
Jan van Gheyn, Melchen/ BELGIEN
Gussjahr:
1539
Material:
Bronze
Ø MM:
771
Gewicht KG:
260
Nominal:
c''
Glockeninschriften
und Glockenzier:

Glocke 4

h''
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Giesser:
unbekannter Gießer
Gussjahr:
um 1300
Material:
Bronze
Ø MM:
0
Gewicht KG:
0
Nominal:
h''
Glockeninschriften
und Glockenzier:

Plenum

c'-Quartett (eigenständiges Motiv)
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Nominal:
c'-Quartett (eigenständiges Motiv)



Bilder

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Bildergalerie - Urheber: Museum Das Alte Zollhaus, Hitzacker


Videos

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Keine Videos verfügbar.



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