Neben dem barocken Schloss Gayenhofen thront über der österreichischen Alpenstadt Bludenz die Laurentiuskirche. Die Kirche wurde nach einem Brand 1514 neu errichtet und geweiht. Die Innenausstattung wurde in großen Teilen im frühen 19. Jahrhundert erneuert.
Der mächtige, wuchtige Turm ist 48 Meter hoch und steht an die Kirche angebaut daneben.
Er beherbert neben einer Ausstellung mehrere wertvolle historische Schätze zugleich.
In den unteren Geschossen ist die mechanische Turmuhr untergebracht, die 1924 von Hörz in Ulm gebaut wurde und bis heute in Betrieb ist.
Im unteren Glockengeschoss hängen in einem mächtigen, dreifeldrigen Eichenholzglockenstuhl zwei klanglich und historisch hochwertvolle Glocken. Die kleine Elfuhrglocke wurde 1545 vom lothrinischen Wandergießer Hans von Malin gegossen. Sie besticht durch einen absolut exakten Klangaufbau, wenn auch der Anschlag, bedingt durch den Klöppel, etwas obertönig ist. Die Glocke ist optisch äußerst ansprechend und sauber gestaltet.
Das wahre Schmuckstück des Geläutes ist die 1506 von der Biberacher Gießhütte gegossene Zwölfuhrglocke. Eine selbst für das Mittelalter außergewöhnlich reiche Zier mit Inschriften und Reliefs sowie der äußerst interessante, singende Klang zeichnen die Glocke aus. Das dritte Feld ist seit dem ersten Weltkrieg leer, die vierte Glocke wurde nie ersetzt.
In der oberen Glockenstube hängt die große Stahlglocke, die als Septimglocke klanglich gut gelungen ist und das Geläute nach unten hin abrundet.
Die Glocken der Laurentiuskirche sind weit über das Walgau zu hören. Die ganze Anlage ist historisch wie klanglich von ausgesprochen hohem Wert!








