Seit dem Jahr 1748 wurde in einer kleinen Holzkapelle ein Gemälde, das Abbild des gegeißelten Heilands der Wieskirche bei Steingaden, verehrt. Eine schnell wachsende Wallfahrt entstand. 1747/48 wurde ein kleines, querelliptisches Gebäude erbaut, dessen Entwurf wahrscheinlich aus der Hand des damaligen Freisinger Hofmaurermeisters Johann Lorenz Hirschstötter stammt. Zwischen 1759 und 1764 erfolgte dann ein Anbau eines Langhauses sowie die Erweiterung der Altäre. Die Zerstörung dieser Rokokoaltäre und die Errichtung spätklassizistischer Ersatzaltäre 1847/ 1848 geht ebenso, wie die Errichtung des aufgesetzten Glockenturms auf den Priester Mathias Ertle zurück, der von 1846 bis 1882 das Amt des Wiesseelsorgers bzw. ab 1852 des Wieskurates ausübte. Angebaut wurden in dieser Zeit auch das Kuraten- und Mesnerhaus. Im Jahr 1903 wurde die Wies dem Orden der Augustiner-Eremiten übertragen.
Im Turm der Kirche läuten drei Bronzeglocken in der Melodielinie des Te Deum. Bis 2007 hing eine Glocke des jetzigen Domgeläuts im Turm der Wieskirche. Im Zusammenhang mit der Wiederherstellung und Ergänzung des Domgeläuts wurde diese Glocke (d'') wieder in den Nordtrum des Mariensdoms zurückgeführt. Als Ersatz goss Rudolf Perner eine Glocke im gleichen Ton nach.








