Die Pfarrkirche wurde gemeinsam mit den Klostergebäuden in den Jahren 1908 und 1909 nach den Plänen des Frankfurter Architekten Friedrich Günther im neoromanischen Baustil errichtet. In einem mittig über den Eingangsgiebel gestellten Glockenturm hängen die Glocken in einem eingeschossigen Stahlglockenstuhl. Unmittelbar nach Fertigstellung des Gebäudekomplexes wurde im Jahr 1909 in der Glockengießerei Otto im Bremer Stadtteil Hemelingen ein dreistimmiges Geläute (f‘-Maria, as‘-Josef, b‘-Franziskus) gegossen. Aufgrund eines Gutachtens von Domkapellmeister Hartmann aus Frankfurt konnten diese Glocken 1917 vor der Abnahme bewahrt werden. Im Jahr 1942 wurden sie jedoch von der Naziherrschaft konfisziert und im weiteren Kriegsgeschehen in einem der großen Glockendepots zerstört.
Bereits wenige Jahre nach Kriegsende konnte bei der Glockengießerei Otto das vierstimmige Ersatzgeläute in Auftrag gegeben werden.
Der Turm ist auf einer Seite mit einem Uhrenzifferblatt bestückt. Die Glocken 1 und 2 verfügen über ein Uhrschlagwerk. Hierbei übernimmt die Glocke 1 den Stundenschlag, die Glocke 2 schlägt zur Viertelstunde. Auf einem der Turmzwischengeschosse steht ein stillgelegtes mechanisches Uhrwerk.








