Auf Initiative von vermögenden Reichenhaller Bürgern, die eine zusätzliche Kirche innerhalb der Stadt wünschten, wurde St. Ägidius ab 1159 errichtet. St. Ägidius galt als Hauptkirche Reichenhalls bis ins 15. Jahrhundert. Der Turm wurde 1529 errichtet. Beim Stadtbrand von 1834 wurde auch St. Ägidius schwer beschädigt. Der Turm brannte aus und der brennende Dachstuhl brachte das Gewölbe der Kirche zum Einsturz. Die barocke Inneneinrichtung wurde ein Raub der Flammen. Im Jahr 1836 setzte man Notdächer auf die Ruine und von 1839 bis 1841 wurde der Turm in seine heutige Form gebracht.
Im Turm läuten vier Bronzeglocken in einem Stahlglockenstuhl. Das Geläut erklingt in der Melodielinie eines Molldurquartetts.








