Die Basilika St. Petrus und Paulus und St. Maria in Niddatal. Ilbenstadt ist eine Romanische Basilika. Baubeginn war im Jahre 1122. Die Weihe erfolgte im Jahr 1159. Die Basilika verfügt über eine Doppelturmanlage mit Dachreiter. Angebaut ist ein barockes Kloster, das heute als Bildungshaus der Diözese Mainz genutzt wird. Die Innenausstattung ist barock. Es befindet sich das Grab des Heiligen Gottfried von Cappenberg in der Kirche. Desweiteren erklingt eine barocke Orgel von Onymus aus dem Jahre 1734.
Die Kirche besitzt ein siebenstimmiges Geläut, welches im erweiteren ausgefüllten Mollmotiv erklingt.
Im Nordturm hängen die Glocken 1- 4 im Stahlglockenstuhl an Stahljochen. Im Südturm hängen die Glocken 5 und 6 in einem Kastenstuhl aus Eichenholz, der noch aus dem Jahr 1709 stammt. Die gekröpften Stahljoche wurden 1999 gegen Holzjoche ausgetauscht. Im Dachreiter hängt in einem dreifeldrigen Holzglockenstuhl aus dem Jahr 1614 die ehemalige Uhrschlagglocke, heute Glocke 7. Die kleine Gussstahlglocke wurde 1999 wieder läutbar gemacht.
Die Glockengeschichte der Basilika ist eine sehr bewegte. Im 1614 neu aufgebauten Dachreiter hingen zuletzt drei Barockglocken des 18. Jahrhunderts. Nach der Auflösung des Klosters 1805 wurden die Glocken nach Frankfurt verkauft und sind heute nicht erhalten.
Die Basilika diente vor 1805 als Abteikirche und besaß neben dem Dachreitergeläut vier weitere Glocken in den Fassadentürmen, von denen alle erhalten sind. Im Nordturm das Festgeläute aus Susanna und Johannesglocke, welche hervorragende Werke des 15. Jahrhunderts sind. Leider wurden diese beiden Glocken beim Zuguss der Schillingglocken tonkorrigiert, weshalb ihr originales Klangbild nicht mehr hörbar ist.
Im Südturm hing eben falls ein Duett mit den Schlagtönen f´und a´, welches als Werktagsgeläut genutzt wurde. Beide Glocken goss Johann Peter Bach, der der Glockengießerdynastie im nahen Windecken entstammt. Bei der Säkularisierung der Abtei 1805 wurde die größere Glocke mit dem Schlagton f´ ins nahe Okarben verkauft, wo sie bis heute läutet.
Bis zu ihrem Abriss 1805 gab es neben der Basilika, die als Abteikirche diente, noch eine Pfarrkirche. In ihrem Turm hingen nachweislich drei Glocken. Die größte unter Ihnen, die um 1300 gegossene Aveglocke, wurde 1805 in die Abteikirche transferiert, um dort den Platz der nach Okarben verkauften Glocke einzunehmen. Die beiden anderen Glocken sind nicht erhalten.
Eine differenzierte Läuteordnung lässt die Glocken einzeln, in Teilgeläuten oder als Plenum an Hochfesten erklingen.








