Zwei ehemalige Glocken des Passauer Gießers P. A. Jacomini aus dem Jahr 1769 wurden ährend der Säkularisation nach Vilshofen gebracht wurden, wo sie auch heute noch zu hören sind. Nach den großen Glockenzerstörungen in den beiden Weltkriegen wurden 1946 für die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt sechs Stahlglocken vom Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation gefertigt, die aber klanglich nicht zufriedenstellend waren und zuletzt auch aufgrund sicherheitstechnischer Mängel in den Ruhestand geschickt werden mussten. Die sechs neuen Glocken bilden mit 8270 kg Gesamtgewicht das viertschwerste Geläut der Diözese.
Die Gestaltung der Glocken „Hl. Bernhard“ und „Hl. Caecilia“ übernahm Alexander Hintersberger, die Glockenzier für die Glocken „Auferstehung Christi“ und „Hl. Engel“ entwarf Johannes R. Potzler. Leopold Hafner jun., der auch die größte Glocke „Mariä Himmelfahrt“ gestaltete, übertrug die Zier der historischen Jacomini-Glocke in Vilshofen, die früher in Aldersbach hing, in moderner Form auf die kleinste Glocke „Maria-Hilf“.
Um das Jahr 1120 wurde hier durch den lokalen Adel ein Augustiner-Chorherrenstift gegründet. Insgesamt erlebte das Kloster im Laufe seiner Geschichte alle Höhen und Tiefen: Reichtum, Pracht, wissenschaftliche Höchstleistungen und vorbildliches monastisches Leben standen in ständigem Auf und Ab mit Plünderungen infolge von Kriegsereignissen, Krankheiten wie der Pest, unfähigen Äbten und schließlich der politisch bedingten Aufhebung durch die Säkularisation im Jahr 1803. Die von den Gebrüdern Asam ausgestaltete Kirche sollte abgerissen werden, wurde aber nach heftigen Protesten einiger Bürger ab 1806 zur Pfarrkirche der im Aufbau befindlichen Gemeinde Aldersbach erhoben.








