Die Basilika St. Martin verfügt über zwei historisch gewachsene, modern ergänzte Bronzegeläute. Acht Glocken sind auf die beide Türme verteilt und drei Glocken befinden sich im Dachreiter. Die beiden größten Glocken befinden sich im Nordturm. Die große a°-Glocke der Glockengießerei Bachert von 1993 ist zwar die tiefste, aber nicht die größte Glocke des Geläuts. Die Hosannaglocke im Ton h° des Stuttgarter Glockengießers Hans Ernst von Heimsheim aus dem Jahre 1490 ist mit einem Durchmesser von etwa 2 Metern die größte historische und mit einem Gewicht von ca. 6.190 kg schwerste Glocke der Diözese Rottenburg- Stuttgart. Diese Glocke wird nach Rissschweißungen nur noch am Blutfreitag, der am Freitag nach Christi Himmelfahrt statt findet, beim Blutritt geläutet.
Im Südturm befinden sich die Glocken 3 bis 8. Glocke 3 ist eine historische Glocke von Hans Folmer (II) aus Biberach aus dem Jahre 1519. Weitere Glocken (6 und 8) wurden 1748 von Abraham Brandtmair und Franciscus zum Geläut hinzugefügt. 1957 goss die Kemptener Glockengießerei Gebhard die glocken 4,5 und 7. Mit diesen drei Glocken wurde auch noch eine Glocke (11) in das im Dachreiter seperat hängende Geläut hinzugefügt. Hier hängen heute die Gebhard-Glocke und noch zwei Glocken von 1788 (9) und 1624 (11).
Als „schwäbisches St. Peter“ bezeichnet gilt das barocke Gotteshaus in seinen Ausmaßen als größte Barockkirche nördlich der Alpen. Knapp halb so groß wie der mächtige Petersdom in Rom sollte sie so nach dem Willen des Bauherrn, Abt Sebastian Hyller, einen würdigen Schrein für das Kostbare Blut Christi darstellen. In den Jahren 1715 – 1724 errichtet, zählt sie zu den Hauptwerken der Vorarlberger Bauschule. Mit den großartigen Deckenfresken von Cosmas Damian Asam, der imposanten Westorgel von Joseph Gabler, dem meisterlichen Chorgestühl von Joseph Anton Feuchtmayer und den bewegten Altarskulpturen von Diego Francesco Carlone erweist sich das Kircheninnere als beeindruckender Festsaal Gottes.








