Das Obermarchtaler Münster St. Petrus und Paulus verfügt mit dreizehn Bronzeglocken über das größte Geläut der Diözese Rottenburg- Stuttgart. Von diesem Geläut sind 12 Glocken historisch.
Die älteste Glocke ist auch die Glocke mit dem höchsten Schlagton. Diese wurde bereits in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gegossen. 1491 kam die Glocke 3 von Jakob Volmer aus der Biberacher Giesshütte hinzu. 1663 gossen die Gebr. Rosier aus Rottenburg 2 Glocken (5,8) und 1688 erweiterten sie das barocke Geläut um weitere 7 Glocken (1,2,4,6,7,9,12). Nicolaus (II) und Claudius Arnoldt stellten Glocke 11 1750 her. Die einzig moderne Glocke ist Glocke 10, die aus der Glockengießerei Bachert in Heilbronn stammt und 1989 gegossen wurde.
Bereits 746 wird Marchtal schriftlich erwähnt. Ein dem Kloster St. Gallen zugehöriges Heiligtum wird 776 erwähnt. Danach wurde 993 ein Kanonikerstift errichtet. 1171 kamen 12 Chorherren aus Mönchsrot (Rot an der Rot) an die Donau und gründeten das Prämonstratenser-Kloster Marchthal.








