Die Dom- und Metropolitankirche St. Stephan in Wien ist die bekannteste und bedeutendste Kirche in Österreich. Ihr Bau erstreckte sich über mehrere Epochen, begonnen zur Zeit der Romanik. Im Wesentlichen zeigt sich heute ein gotisches Erscheinungbild, die Innenausstattung ist größtenteils aus der Barockzeit. 1945 wurde der Stephansdom durch einen Brand zerstört und in den darauffolgenden Jahren wieder aufgebaut.
Beim Brand wurden auch vier der historischen Glocken zerstört, darunter die berühmte alte Pummerin.
Die Domglocken hängen verteilt auf drei der vier Türme. Im unvollendeten Nordturm hängt die Pummerin, größte und bedeutende Glocke Österreichs. Sie wurde 1951 aus Teilen der Trümmer ihrer Vorgängerin in St. Florian gegossen und erklingt nur zu besonderen Anlässen. Unter ihr sind zwei historische Glocken abgestellt, die in den kommenden Jahren reaktiviert werden sollen. Nach ihrer Vollendung wurde sie in einem großen Festzug durch Österreich nach Wien gebracht!
Im hohen Südturm, dem mit 136 Metern höchsten Kirchturm Österreichs, hängt das neue Festgeläute, bestehend aus 11 Glocken, die 1960 von der Glockengießerei J. Pfundner in Wien gegossen wurden und heute das Hauptgeläute bilden. Sie sind klanglich auf die Pummerin abgestimmt.
Weiter oben im Südturm hängen im Turmhelm die zwei historischen Schlagglocken, die den Dombrand überstanden haben.
Im nördlichen Heidenturm, der mit dem Turmhelm des Südturm den Dombrand ebenfalls überstand, hängen die übrigen sechs historischen Glocken. In einem mächtigen Holzglockenstuhl, der in den Ursprüngen noch auf die Zeit um 1280 zurückgeht, hängt das sogenannte Aspergesgeläut. Das sind vier Glocken aus der Barockzeit. Daneben läuten dort das Chorglöckl, ebenfalls um 1280 gegossen sowie die große Feuerin.








