Die Pfarrkirche St. Jakob in Lenggries wird im Volksmund auch Dom des Isarwinkels genannt. Sie ist Mittelpunkt der sehr weitläufigen Pfarrei Lenggries. Die Pfarrkirche wurde 1722 fertiggestellt. Diese Barockkirche ersetzte das an gleicher Stelle stehende gotische Gotteshaus aus dem 14. Jahrhundert. Der schlanke Turm mit dem Laternenturm obenauf wurde größtenteils aus Teilen der 1707 abgebrannten Veste Hohenburg erbaut. Die Kirche bietet einen reichen Schatz an Fresken, Reliquien, Statuen und Tragstangen ehemaliger Bruderschaften. Graf Ferdinand Joseph von Herwarth(1663–1731), der sich für den Bau von Kirche, Schloss und Kalvarienberg verantwortlich zeigte, ruht in der Gruft der Kirche.
Im Turm von St. Jakob hängen insgesamt sieben Glocken. Die fünf größten (b°c' d' f' g') bilden das Hauptgeläut, in der Melodielinie des ausgefüllten Salve-Regina-Motivs. In der Glockenstube hängt auch noch die Elfuhrglocke, sie wird nur zu ganz wenigen Anlässen (solistisch) genutzt. In der Turmlaterne befindet sich schließlich noch die Sterbeglocke, als älteste Glocke der Pfarrkirche.
Die Glocken 1-6 hängen in einem Stahlglockenstuhl, an geraden Stahljochen. Die Glocken 1+2 hängen übereinander. Neben der Glocke 1 läutet die Glocke 3, darüber 4+6 im Gegenschwung und darüber befindet sich dann die Glocke 5. Die Sterbeglocke befindet sich in der Turmlaterne. Glocke 1 besitzt noch einen Klöppelfänger, der u.a. an Hochfesten bei der Wandlung zum Einsatz kommt.








