Die evangelische Kirche in Walldorf verfügt über ein vierstimmiges Bronzegeläut der Karlsruher Glockengießerei Bachert aus dem Jahre 2007. Es ersetzte ein 1949 gegossenes Geläut aus Gussstahl. In der Melodielinie erklingt das sog. Idealquartett.
Die Evangelische Stadtkirche Walldorf wurde in den Jahren 1858 bis 1861 im neugotischen Stil erbaut. Als weithin sichtbares Bauwerk steht sie im Zentrum von Walldorf.
Mit den neuen Bronzeglocken von 2007 hat die Walldorfer Kirche schon ihr viertes Geläut erhalten. Das erste Geläut der Kirche war von der Glockengießerei Karl Rosenlächer in Konstanz im Jahr 1860 gefertigt worden. Knapp ein halbes Jahr vor der Einweihung der neu erbauten Stadtkirche traf es 1861 in Walldorf ein. Über ein halbes Jahrhundert hingen sie in dem filigranen Turm der Stadtkirche, bis dann zum Ende des ersten Weltkriegs im Jahr 1917 drei Glocken für die Kriegsbewirtschaftung abgegeben werden mussten. Nur die zweitkleinste Glocke konnte im Turm verbleiben. Schon zwei Jahre nach Kriegsende entschloss sich die Kirchengemeinde, das Geläut wieder zu komplettieren. Diesmal erhielt die renommierte Glockengießerei Bachert in Karlsruhe den Auftrag für drei neue Glocken. Zusammen mit der alten Glocke ergaben sie den bisherigen Akkord f-a-c-d. Am 8. August 1920 wurden die Glocken in einem feierlichen Gottesdienst in Dienst genommen. Im Jahr 1942 musste auch die Walldorfer Stadtkirche im Zuge der Eroberungs-kriege des Nazi-Regimes wieder drei Glocken abgeben. Nach einem glockentechnischen Intermezzo, es wurde eines der wenigen elektromechanischen Turmmusikspiele installiert, kam sehr schnell der Wunsch nach einem echten Geläut auf. Am 21. November 1949 wurden vier neue Stahlglocken mit der Tonfolge e-g-a-h geliefert, die beim Bochumer Verein gegossen worden waren. Für das neue Geläut, das erheblich größer war als das vorhergehende, musste eigens ein neuer Glockenstuhl in Stahlbauweise eingebaut werden. Keiner machte sich damals klar, dass die Stahlglocken aufgrund ihres Eisenkerns nur eine begrenzte Lebensdauer haben würden. Schon Mitte der neunziger Jahre wiesen die Sachverständigen auf kleinere Schäden an den Glocken wie am Turmmauerwerk hin. Es war jetzt nur noch eine Frage der Zeit, bis die Glocken abgeschaltet werden mussten. Deshalb entschied sich der Kirchengemeinderat im Mai 2007, zusammen mit den laufenden Sanierungsmaßnahmen auch ein neues Geläut zu realisieren. Das neue Geläut mit der Tonfolge e-g-a-c² kam Anfang Dezember 2007 in Walldorf an.
Die Evangelische Stadtkirche Walldorf wurde in den Jahren 1858 bis 1861 im neugotischen Stil erbaut. Als weithin sichtbares Bauwerk steht sie im Zentrum von Walldorf.
Mit den neuen Bronzeglocken von 2007 hat die Walldorfer Kirche schon ihr viertes Geläut erhalten. Das erste Geläut der Kirche war von der Glockengießerei Karl Rosenlächer in Konstanz im Jahr 1860 gefertigt worden. Knapp ein halbes Jahr vor der Einweihung der neu erbauten Stadtkirche traf es 1861 in Walldorf ein. Über ein halbes Jahrhundert hingen sie in dem filigranen Turm der Stadtkirche, bis dann zum Ende des ersten Weltkriegs im Jahr 1917 drei Glocken für die Kriegsbewirtschaftung abgegeben werden mussten. Nur die zweitkleinste Glocke konnte im Turm verbleiben. Schon zwei Jahre nach Kriegsende entschloss sich die Kirchengemeinde, das Geläut wieder zu komplettieren. Diesmal erhielt die renommierte Glockengießerei Bachert in Karlsruhe den Auftrag für drei neue Glocken. Zusammen mit der alten Glocke ergaben sie den bisherigen Akkord f-a-c-d. Am 8. August 1920 wurden die Glocken in einem feierlichen Gottesdienst in Dienst genommen. Im Jahr 1942 musste auch die Walldorfer Stadtkirche im Zuge der Eroberungs-kriege des Nazi-Regimes wieder drei Glocken abgeben. Nach einem glockentechnischen Intermezzo, es wurde eines der wenigen elektromechanischen Turmmusikspiele installiert, kam sehr schnell der Wunsch nach einem echten Geläut auf. Am 21. November 1949 wurden vier neue Stahlglocken mit der Tonfolge e-g-a-h geliefert, die beim Bochumer Verein gegossen worden waren. Für das neue Geläut, das erheblich größer war als das vorhergehende, musste eigens ein neuer Glockenstuhl in Stahlbauweise eingebaut werden. Keiner machte sich damals klar, dass die Stahlglocken aufgrund ihres Eisenkerns nur eine begrenzte Lebensdauer haben würden. Schon Mitte der neunziger Jahre wiesen die Sachverständigen auf kleinere Schäden an den Glocken wie am Turmmauerwerk hin. Es war jetzt nur noch eine Frage der Zeit, bis die Glocken abgeschaltet werden mussten. Deshalb entschied sich der Kirchengemeinderat im Mai 2007, zusammen mit den laufenden Sanierungsmaßnahmen auch ein neues Geläut zu realisieren. Das neue Geläut mit der Tonfolge e-g-a-c² kam Anfang Dezember 2007 in Walldorf an.








