822 wurde Meckesheim im Lorscher Codex erstmals urkundlich erwähnt. Die oberhalb der Siedlung gelegene St. Martinskirche bestand bereits sehr früh und dürfte eine der ältesten Kirchen im Elsenztal gewesen sein.
1847 wurde der Grundstein der heutigen Kirche gelegt und zwei Jahre später konnte sie eingeweiht werden. Architekt war Ludwig Lendorff, ein Schüler von Heinrich Hübsch, von der Großherzoglich Badischen Baudirektion in Heidelberg. Der Sandstein für den Kirchenbau stammt aus Eppingen-Mühlbach. 1890 wurde der Innenraum ornamental ausgemalt. 1982 wurde das Innere restauriert und die ursprüngliche Bemalung wiederhergestellt.
Im Jahr 2008 wurde um die Kirche ein biblischer Garten angelegt, in dem Pflanzen mit entsprechenden Bibelstellen oder sonstigen Erklärungen vorgestellt werden.
Der Entwurf des prächtigen Orgelgehäuses stammt vom Architekten der Kirche und wurde 1849 von Louis Voit erstellt. Das Instrument enthält Teile einer Orgel aus dem Jahr 1773/74 von Andreas Krämer (Garnisonskirche Mannheim). Nachdem diese Kirche 1782 abgerissen worden war, ersteigert die Meckesheimer Gemeinde 1805 das Instrument und ließ es von Anton Overmann aufarbeiten. 1984 wurde die Orgel von Peter Vier restauriert. Das Instrument hat 25 Register auf zwei Manualen und Pedal.
Die Glocken hängen in einem historischen Eichenholzglockenstuhl. Auch das Joch von Glocke 3 ist historisch, die Joche der Glocken 1 und 2 wurden 2016 erneuert.








