Die evangelische Kirche in Wilhelmsfeld wurde 1968 im neugotischen Stil erbaut. Sie steht im Tal unterhalb des Ortskernes.
Sehenswert sind die zwischen 1992 und 1998 von Konfirmandengruppen gestalteten Kirchenfenster mit Bildern zum Glaubensbekenntnis, zum Vaterunser und zu den Seligpreisungen.
Schon 1868 wurden im Turm zwei kleinere Glocken aufgehängt, die dann 1897 durch eine neue, größere Glocke, die Friedrichsglocke, unter finanzieller Beteiligung des Großherzogs ergänzt wurden. Aus Dankbarkeit für diese Unterstützung wurde in der Kirche eine Büste des Großherzogs nach dessen Tod 1908 in der Kirche enthüllt, die sich dort bis 1955/56 befand. 1917 mussten zwei Glocken für Kriegszwecke abgegeben werden, und erst 1922 konnten unter Pfr. Brauch eine Luther- Glocke in Heidelberg- Handschuhsheim und eine Glocke in Dossenheim gekauft werden. Im Zweiten Weltkrieg wurden wieder zwei Glocken, nämlich die Friedrichsglocke und die Dossenheimer Glocke, für Kriegszwecke abgehängt und eingeschmolzen. Erst im August 1950 konnte unter Pfr. Weber wieder ein neues, vollständiges Geläut von der Glockengießerei Bachert in Kochendorf bei Heilbronn erworben und feierlich eingeweiht werden. Ein von Pfr. Weber aus diesem Anlass gedichtetes „Heimatlied“ trug auch zur Finanzierung der Glocken bei. Die Glocken wurden zunächst von Kirchendiener und Konfirmanden mit Hand geläutet. Erst 1962 wurde ein elektrisches Geläut installiert.
Auf der Empore ist ein qualitätvolles Instrument der Hochromantik aus der Orgelfabrik G.F. Steinmeyer vollständig erhalten.
[Quellen: 43 kostbare Kirchenschätze. Hrsg.: Ev. Kirchenbezirk Neckargemünd-Eberbach. // Homepage der Kirchengemeinde]








