Kath. Pfarrkirche St. Jakobus in Mannheim-Neckarau


Beschreibung

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Die im Jahre 1907 im neobarocken Stil fertiggestellte katholische Pfarrkirche St. Jakobus in Mannheim-Neckarau verfügt über eine Doppelturm-Fassade. Im linken Turm hängt in einem Stahlglockenstuhl eine Glocke der Gießerei Schilling, Apolda aus dem Jahre 1927.

Seit der Beschlagnahmung der fünf großen Glocken im Jahre 1942 bildet die kleinste Glocke den kümmerlichen Rest des ehemals sechsstimmigen Geläutes (Nominallinie: b°-des‘-es‘-f‘-as‘-b‘).

Ostturm (linker Turm)
Die Glocke hängt im Ostturm in einem eingeschossigen Stahlglockenstuhl.

Westturm (rechter Turm)
Die Glockenstube des gegenüberliegenden Turmes beherbergt die Überreste eines zweigeschossigen Stahlglockenstuhles mit zwei Gefachen. Hier hingen vor dem Krieg vier Glocken.

Zeitgleich mit der im Jahre 1907 erfolgten Fertigstellung  der katholischen Pfarrkirche St. Jakobus wurde ein 6-stimmiges Bronzegeläute von der Firma Grüninger gegossen. Es ist davon auszugehen, dass die architektonische Konzeption der neobarocken Zweiturmfassade die Unterbringung eines vielstimmigen Geläutes, verteilt auf zwei Glockenstuben, zur Grundlage hatte.
Bereits nach zehn Jahren wurden die Glocken zu Kriegszwecken beschlagnahmt. Nur die zweitkleinste Glocke durfte als Läuteglocke im Turm verbleiben. Im Zuge der Wiedergutmachung konnte die Pfarrgemeinde im Jahre 1927 erneut ein 6-stimmiges Geläute, diesmal bei der Gießerei Schilling, Apolda, in Auftrag geben. Auch dieses schöne Geläut konnte nur 15 Jahre erklingen. Seit der im Jahre 1942 erfolgten erneuten Beschlagnahmung ertönt einsam von den Türmen von St. Jakobus nur noch die ehemals kleinste Glocke.
Die Gründe, weshalb man diesen „Kriegsschaden“ in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht längst beseitigt hat, mögen vielschichtig sein, jedoch sollte die bevorstehende, umfangreiche Sanierung der Pfarrkirche Anlass sein, die Anschaffung eines adäquaten Geläutes als liturgisch unverzichtbare Maßnahme zu begreifen.

Glocken gehören gemeinsam mit der Orgel seit dem frühen Christentum zum Musikinstrumentarium der Kirche. Ihre Bestimmung ist zugleich einladend und kündend. Sie rufen zur gottesdienstlichen Versammlung und lassen die Öffentlichkeit am gottesdienstlich geistlichen Geschehen teilhaben. Sie laden ein, sich betend, gedenkend oder – bei Gefahr – sich und andere schützend zu beteiligen. Der liturgische Gebrauch der Glocken gilt allgemein als unverzichtbarer Bestandteil des Gottesdienstes.


Karte

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68199 Mannheim, Rheingoldstr. 11/13, Deutschland


Übersicht Glocken

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Glocke 1
Giesser: Franz Schilling, Apolda
Gussjahr: 1927
Material:
Ø MM: 865
Gewicht KG: 0
Nominal: ais’ +7
Glockeninschriften
und Glockenzier:


Glocke 1

ais’ +7
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Giesser:
Franz Schilling, Apolda
Gussjahr:
1927
Material:
Ø MM:
865
Gewicht KG:
0
Nominal:
ais’ +7
Glockeninschriften
und Glockenzier:

Geläute von 1927 (Simulation)

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Giesser:
Gussjahr:
Material:
Ø MM:
0
Gewicht KG:
0
Nominal:
Glockeninschriften
und Glockenzier:



Bilder

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Bildergalerie - Urheber: Johannes Wittekind
Glocke 1 - Urheber: Johannes Wittekind
Glocke 1 - Urheber: Johannes Wittekind


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