Im Turm der abgelegenen St.-Jürgens-Kirche im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Lilienthal hängt ein dreistimmiger Glockensatz.
Dieses romanisch- gotische Terzett ist eines der wertvollsten Geläute zwischen Elbe und Weser.
Die kleinste Glocke, ein Zuckerhut, stammt noch aus der Erbauungszeit der Kirche um 1190. Ihre beiden großen Schwestern wurden Ende des 15. Jahrhunderts vom Bremer Erz-und Glockengießer Ghert Klinghe gegossen. Das Terzett hat eine ungewöhnliche Nominaltonfolge, die Zuckerhutglocke liegt eine Oktave über der mittleren Glocke.
Die kleinste Glocke wurde im Regelbetrieb annähernd nie geläutet, sondern selten solistisch verwendet. Das Geläut hängt in einem alten Holzstuhl an neueren Holzjochen und wird elektrisch betrieben. Am Turmhelm befindet sich noch eine kleine Schlagglocke im Ton b''.








